„Bildungspolitik ist Standortpolitik, Wirtschaftspolitik und damit Zukunftspolitik. Sie entscheidet darüber, wie wettbewerbsfähig unser Land morgen ist und welche Chancen unsere Kinder haben“, betonen VPNÖ-Landesgeschäftsführer LAbg. Matthias Zauner und VPNÖ-Bildungssprecher LAbg. René Lobner im Rahmen einer Pressekonferenz.
„Wir gehen in Niederösterreich erfolgreich unseren eigenständigen Weg – auch im Bildungsbereich. Mit der Betreuungsoffensive unter Federführung von Familienlandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister sind wir in Niederösterreich Vorreiter in der Kinderbetreuung. Gleichzeitig legen wir mit 15 Hochschul- und Forschungsstandorten den Grundstein, einen Nobelpreis nach Niederösterreich zu holen. Und während andere religiöse Symbole aus den Klassenzimmern verbannen wollen, bekennen wir uns klar zum Kreuz als Symbol unserer Wertehaltung“, so Zauner, der weiter betont: „Wir sind in Niederösterreich gut aufgestellt, sehen gleichzeitig aber auch, dass Bildungsminister Wiederkehr den Rollenwechsel vom Wiener Stadtrat zum Bundesminister noch nicht ganz bewältigt hat. Ich sage klar: Ein Bundesminister ist nicht dazu da, um Wien-Probleme auf ganz Österreich umzuwälzen. Das beste Beispiel ist der Chancenbonus, mit dem 400 Schulen österreichweit zusätzliche Ressourcen erhalten. 227 davon, das entspricht deutlich mehr als 50 Prozent, sind aber in Wien, während nur 27 niederösterreichische Schulen profitieren. Eine faire Verteilung sieht anders aus!“
VPNÖ-Bildungssprecher LAbg. René Lobner ergänzt: „Der Bildungsminister ist für ganz Österreich verantwortlich – nicht nur für Wien. Die Volkspartei Niederösterreich pocht seit Jahren auf den Erhalt der Sonderschulen. Denn sie leisten seit Jahrzehnten einen wesentlichen Beitrag zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Lern- und Entwicklungsbedürfnissen. Es braucht daher eine Wiedereinführung eines eigenen Lehrgangs für Sonderpädagogik, um ausreichend qualifiziertes Personal für Niederösterreich sicherzustellen.“
Mit Blick auf den Vorstoß Wiederkehrs nach einer Kürzung von Latein für einen verstärkten Unterricht zum Thema künstliche Intelligenz betont Lobner: „Wir sollten KI nicht gegen Latein ausspielen. Denn wer Latein streicht, schwächt das Verständnis für unsere sprachlichen und kulturellen Wurzeln. Vielmehr braucht es eine verstärkte Behandlung von digitalen Kompetenzen wie künstliche Intelligenz oder Medienbildung als Querschnittsmaterie in allen Fächern. Das gilt auch für die Finanzbildung, die kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit ist.“
Abschließend halten Zauner und Lobner fest: „Wir stehen für eine Politik mit Hausverstand, denn Bildung ist kein Spielfeld für Experimente. Es kann nicht sein, dass Niederösterreich und sieben weitere Bundesländer Versäumnisse der Bundeshauptstadt ausbaden müssen. Wir lassen uns Ungerechtigkeiten aus Wien auch im Bildungsbereich nicht gefallen!“




