VPNÖ-Zauner/Kainz: „Wer eine Pensionistin aufgrund ihres Wohnorts nicht behandelt, handelt herzlos“

Abgewiesene Patientin traut sich mit ihrem Schicksal an die Öffentlichkeit – Behandlung in Wien aufgrund niederösterreichischen Wohnorts verweigert

„Wer eine Pensionistin, die ihr Leben lang ihren Beitrag zum Gesundheitssystem geleistet hat, wegen ihres Wohnorts nicht mehr behandelt, handelt herzlos“, reagiert VPNÖ-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner auf die Abweisung einer Patientin aus Baden in einem Wiener Spital. Die gebürtige Wienerin Erika M., die sich von Wien im Stich gelassen fühlt und sich mit ihrem Schicksal nun an die Öffentlichkeit wendet, wurde bereits 2021 im Orthopädischen Spital Speising erstmals am Fuß operiert. Doch anstatt den nach zwei bis drei Jahren geplanten Folgeeingriff zur Entfernung der damals eingesetzten Metallplatte längst hinter ihr zu haben, wartet die Pensionistin bis heute vergeblich auf ihre Operation. In zwei Schreiben des Spitals wurde der OP-Termin im Jänner 2024 zunächst eingetaktet, über ein Jahr später mit Verweis auf ihren niederösterreichischen Wohnort - konkret in Baden - aber auf unbekannte Zeit verschoben und am Telefon schließlich gänzlich abgesagt – die Begründung: „Niederösterreichische Patienten kommen nie wieder dran.“ Weitere Kontaktversuche wurden in der Folge einfach ignoriert.

Für den Bezirksparteiobmann von Baden, LAbg. Christoph Kainz, ist diese Geschichte ein trauriges Beispiel für das systematische Vorgehen Wiens: „Es ist erschreckend zu sehen, wie viele Leidensgeschichten von Patientinnen und Patienten aus ganz Niederösterreich nach und nach zu Tage treten, die allesamt in Wiener Spitälern aufgrund ihres Wohnorts abgewiesen wurden. Dass sich eine Pensionistin aus dem Nachbarort meldet und um Unterstützung bitten muss, verdeutlicht die Herzlosigkeit, mit der Gesundheitsstadtrat Hacker ans Werk geht. Wie viele Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher sind davon noch betroffen, die sich aus Angst vor noch längeren Wartezeiten vielleicht nicht an die Öffentlichkeit trauen?“

„In der aktuellen Gastpatienten-Debatte, die Peter Hacker vom Zaun gebrochen hat, wurde viel über verschiedenste Zahlen diskutiert. Was dabei beinahe untergeht: Unter diesem unwürdigen Schauspiel leiden vor allem die unzähligen Patientinnen und Patienten, die aufgrund der Blockadehaltung des überforderten Stadtrats plötzlich nicht behandelt werden. Doch anstatt wieder auf den Weg der Vernunft zurückzukehren und seine Fehler einzugestehen, versucht er, anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Die niederösterreichischen Landsleute sind keine Schnorrer, Herr Hacker, und sie sind auch keine Patienten zweiter Klasse. Sie sind Österreicherinnen und Österreicher, die im Krankheitsfall ein Recht auf eine Behandlung haben. Der Herr Stadtrat muss endlich aufhören, diese Debatte mit fadenscheinigen Argumenten in die Länge zu ziehen. Denn wie man es dreht und wendet – Wien bricht bestehende Verträge“, so Zauner abschließend.